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Malteser Telgte

April

Malteser Behandlungspflegelehrgang erfolreich abgeschlossen

Telgte: 09.04.2012

Acht Teilnehmer und Teilnehmerinnen bestanden bei den Maltesern in Telgte der ersten Behandlungspflegelehrgang mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. ,, In diesem Aufbaulehrgang erlernten die Teilnehmer alle notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse, die weit über die Inhalte eines Schwesterhelferinnen/ Pflegediensthelferlehrgang hinausgehen und den Forderungen des Landesrahmenvertrages NRW entsprechen," so Gabriele Holtrup Stappers Dozentin des Lehrganges.

Die in diesem Aufbaulehrgang vorgegebenen Inhalte wurden den Teilnehmern in 160 Stunden Theorie und Praxis vermittelt. Neben der vertiefung anatomischer und physologischer Kenntnisse liegt der Ausbildungsschwerpunkt in der Vertiefung praktischer Fähigkeiten.

Die Einsatzmöglichkeiten der Teilnehmer nach erfolgreicher Qualifikation in der häuslichen Pflege, im Pflegedienst oder in einer Pflegeeinrichtung sind dadurch vielfältig. Die fachlich fundierte Qualifizierung stellt einen Wiedereinstieg in die Berufswelt dar.

                  

                 rechts im Bild: Dozentin Gabriele Holtrup Stappers,

                 links im Bild Dozentin Walburga Strothmann

Malteser aus Schlesien zurück

Telgte 07.04.2012

In den späten Abendstunden am Donnerstag kehrten die 15 Malteser Helfer/innen von ihrem 155. Hilfsgütertransport aus Schlesien zurück. Mit ihren Fahrzeugen hatten die Malteserhelfer Hilfsgüter zu den Hilfsbedürftigen nach Ober- und Niederschlesien gebracht. Am Samstagmorgen, den 31.03.2012, waren mit 2 Lastzüge die Malteserhelfer Willi Luttermann, Harald Twiehaus, Helmut Elbertzhagen und Martin Berning um 5.00 Uhr nach Schlesien aufgebrochen. Ihnen folgten mit zwei Mannschaftswagen Eva Elbertzhagen, Heiner Cuvelier, Patrick Kaltegärtner, Christian und Rita Hüser, Heinz Loddenkötter, Rudi Webers, Margot Kamus, Ulla Voss sowie zwei Helfer des MHDWarendorf. Gegen 20 Uhr erreichte der Konvoi Glatz, wo sie schon von den Franziskanerschwestern im Gästehaus Santa Monika erwartet wurden. Diese hatten zu Feier des Tages eine Torte mit der Aufschrift ,,30 Jahre Hilfe" gebacken. Natürlich musste diese Torte sofort verzehrt werden. Am nächsten morgen begannen die Malteser damit, ihre Hilfsgüter zu verteilen. Die erste Station war der Verein der Deutschen sozialen kulturellen Gesellschaft (DFK) in Glatz. Der Vorsitzende Horst Ulbrich, baute zu Zeit mit den Mitgliedern des DFK eine Sozialstation für bedürftige Personen in Glatz auf. Viele alte Menschen insbesondere viele alte deutsche Bewohner in Glatz müssen ihre Medikamente und Hilfsmittel wie Rollatoren,und Rollstühle selber bezahlen. Bei einer Rente von oft weniger als 150 Euro im Monat können die Rentner Medikamente und Hilfsmittel nicht bezahlen. Die Unkosten für zu Zeit 67 Hilfsbedürftige übernimmt der Vorsitzende des DFK. In den Letzten Monaten sind elf ehemalige Deutsche aus der Stadt Glatz, die 1945 vertrieben worden sind in ihre Heimatstadt wieder zurückgegehrt um ihren Lebensabend hier zu verbringen. Der DFK konnte in der letzten Woche die neuen Räume beziehen. bei der Übergabe der Hilfsgüter: Rollstühle, Rollatoren, Bekleidung, Gehilfen und Medikamente sagte Horst Ulbrich: ,, ihr wisst gar nicht, wie ihr mit den Hilfsgütern den Menschen hier helft." besonders freute sich Horst Ulbrich über ein elektrisches Krankenbett für eine Patientin, die seit Monaten ein solches Bett benötigt.

Weiter ging die Fahrt der Malteser zum Altenheim Glatz Scheibe. Hier trafen die Malteser viele Schwestern wieder, welche sie vor 30 Jahren ihrer Transporte kennengelernt haben. Bei den Schwestern gaben die Malteser Pflanzkartoffeln, sowie Pflegemittel ab. In Niedersteine wurden die Malteser von der dortigen Lehrerin erwartet: sie betreut zu Zeit 12 junge Familien und hatte in einem Schreiben an die Telgter Malteser um Kinderbekleidung, Kinderwagen gebeten. Diese hatten Anfang April 2012 die Telgter Malteser wieder von der Kinderkleiderbörse der KFD in Telgte bekommen.

Weiter ging die Fahrt nach Ludwigsdorf Die dortigen Schwestern betreuen in dem Heim zur Zeit 102 behinderte Kinder. Der pol. Staat zahlt für die Betreuung für Kinder die bis 2004 aufgenommen wurden einen Betrag von 425 Euro, für Kinder die nach 2005 aufgenommen wurden 675 Euro.Dieses Geld muss für die Verpflegung, Betreuung und Therapie der Kinder im Monat ausreichen. Die Schwestern freuten sich über die mitgerachten Pflegemittel sowie Kinderbekleidung und Kinderspielzeug.

Weiter ging der Transport nach Ullersdorf. Hier hatten die Malteser die traurige Pflicht, eine Kerze am Grab der im Januar verstorbenen Schwester Guniforta aus dem Haus Santa Monika anzuzünden. In einem stillen Gebet dachten die Malteser an die schöne gemeinsame verbrachte Zeit in den letzten 15 Jahren, wo Schwester Guniforta noch im Haus Santa Monika war. Schwester Guniforta freute sich immer, wenn die Malteser aus Telgte wieder in ihrem Gästehaus eingekeht waren.

Weiter ging die Fahrt nach Bad Landek. Dort wartete eine kleine Gruppe von 20 Helfern darauf, dass sie die Anerkennung als Malteser Ortsverband Bad Landek von der Malteserleitung aus Krakau bekommen. Ihren Malteserkollegen aus Bad Landek konnten die Telgter zwei Sanitätstaschen sowie ein Fahrrad mit Anhänger für die Sanitätsdienste übergeben.

,,Einen Krankenwagen haben wir leider nicht im Gepäck aber was nicht ist kann ja noch werden," so Heinz Loddenkötter Stadtbeauftragter der Malteser in Telgte. Auch den Helfern in Bad Landek waren die übergebenen Hilfsgüter wie Bekleidung, Rollatoren, Rollstühle, Gehilfen und Saatgut eine große Hilfe.

Als die Malteser ihre Hilfsgüter bei den Hedwigsschwestern ausluden, erreichte sie ein Telefonanruf von Mateusz Milnik. Der Junge hatte im letzte Jahr einen elektrischen Rollstuhl bekommen. ,, Ihr habt mir neuen Lebensmut gegeben. Ich fahre jetzt jeden Tag mit dem Rollstuhl zur Schule und in die Stadt. Danke an den Spender aus Telgte, der mir den Rollstuhl gespendet hat. und kommt doch bitte das nächste mal zum Kaffee zu mir.

Am Montagmorgen ging die Fahrt zum Altenheim Groß Döbern. Vor 28 Jahren übernachteten die Malteser zum ersten mal im Altenheim. In den ersten Jahren ihrer Hilfsgütertransporte nach Oberschlesien übernachteten die Faher nicht in Betten, sonder auf Matratzen. In dem Altenheim konnten sich noch einige Schwestern an diese Zeit gut erinnern. Am Mittag erreichte der Konvoi dann die Caritas am Domplatz Oppeln. Der Domplatz hatte einen neuen Parkplatzwächter bekommen und verweigerte dem Hilfskonvoi die Zufahrt zur Caritas. Nach langen Diskussionen, öffnete ein Helfer die Klappe des LKW und zeigte dem Parkplatzwächter die Kartons mit den Hilfsgütern. Als der Parkplatzwächter nun sah das wir Hilfsgüter brachten für die Caritas durften die Lastwagen endlich den Domplatz befahren. Bei der dortigen Caritas wurden Bekleidung, Pflegemittel, Rollatoren und Saatgut abgegeben.

In Guttentag bei Maria Skiba war das ganze Dorf unterwegs: Die Hilfsgüter der Telgter Malteser wurden schon sehnsüchtig erwartet. Dort wurde Bekleidung und Saatgut abgegeben. Das Saatgut wurde noch am gleichen Tag zu dem einzigen Laden im Dorf gebracht. Dort können sich dann die Bewohner das Saatgut kostenlos abholen.

Weiter ging die Fahrt nach Haydebreck Cosel zu dem dortigen Kinderheim der behinderten Kinder.Die Anzahl der behinderten Kinder ist von 75 auf 53 reduziert worden, denn die Kinder haben dort alle Doppelzimmer bekommen. Bei einem Rundgang durch das Haus zeigte Schwester Oberin stolz, was alles in den letzten Monaten und Jahren durch die Hilfe aus Telgte geschaffen wurde. Neue Therapieräume sowie einen kleinen Schulraum für die Kinder konnte eingerichtet werden.

Nachdem eine Trinkwasseraufbereitungsanlage nach dem letzten Hochwasser unbrauchbar wurde konnte eine neue Anlage mit Geldspenden aus Telgte erneuert werden. Eine Bürgerin aus Handorf übergab eine Geldspende an die Heimleitung: Sie hatte zu ihrem Geburtstag auf Geschenke verzichtet und bat ihre Gäste um eine Spende für das Kinderheim Cosel. Sie konnte eine Geldspende von 450 Euro übergeben. Aber auch die Malteser konnten eine Geldspende übergeben. Die Walkingruppe der TV FriesenTelgte hatte wieder den reinerlös aus der Walkingveranstaltung im Herbst 2011 für die behinderten Kinder gespendet. neben dieser Spende gingen weitere Geldspenden bei den Telgter Malteser ein, so dass eine Summe von 800 Euro übergeben werden konnte. ,, Sagen Sie allen Spender einen herzlichen Dank von den behinderten Kindern", so Schwester Oberin.

Am Donnerstagabend erreichte dann gegen 22 Uhr das letzte Fahrzeug wieder Telgte. Zusammen haben vier Fahrzeuge eine Fahrstrecke von 10.000 km unfallfrei zurückgelegt. Bereits heute beginnen die Planungen für den 156. Hilfsgütertransport nach Ober- und Niderschlesien der im September 2012 stattfinden soll.

 

                                             Hilfe, die ankommt!

Wir bedanken uns bei allen Spendern die unseren Hilfsgütertransport unterstützt haben. Vielen Dank

 

                     

                              Guttentag Maria Skiba

                     

                          Horst Ulbrich Deutsche soziale kulturellen Gesellschaft (DFK)

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE86370601201201214358  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7