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Malteser Telgte

November

Umrüstung schreitet voran

Telgte - Am Samstagmorgen testen 20 Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes aus Telgte, Ostbevern und Drensteinfurt den neuen Digitalfunk, der den Analogfunk ablösen soll. „Die Kollegen sind in kleinen Gruppen unterwegs und setzen über die Geräte alle 500 Meter eine Statusmeldung ab“, erklärt Heinz Loddenkötter vom Telgter MHD das Prozedere.

„Brrrrr“, „Tuuuut“: In regelmäßigen Abständen geben die Funkgeräte vor Wilhelm Vagedes Töne von sich und leuchten auf. Und immer wenn das passiert, macht der Malteser-Mann aus Drensteinfurt einen Haken in einer vor ihm liegenden Liste.

Die gewissenhafte Arbeit verfolgt einen Zweck: An diesem Samstagmorgen testen 20 Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes aus Telgte, Ostbevern und Drensteinfurt den neuen Digitalfunk, der den Analogfunk ablösen soll. Aber anders als die Kollegen von der Münsteraner Polizei fahren sie dafür nicht in Kolonnenformation über die Autobahn. „Die Kollegen sind in kleinen Gruppen unterwegs und setzen über die Geräte alle 500 Meter eine Statusmeldung ab“, erklärt Heinz Loddenkötter vom Telgter MHD das Prozedere. Dafür sind sie an diesem Morgen nicht nur in Telgte, sondern auch in Ostbevern und Westbevern unterwegs.

Mit dem Test folgt der MHD dem landesweiten Trend: Nach und nach soll in ganz NRW auf Digitalfunk umgerüstet werden. Die Vorteile liegen laut Wilhelm Vagedes, der die Telgter Kameraden schult, auf der Hand: „Erstens: Der Funk ist verschlüsselt und somit schwerer abzuhören. Zweitens: Die Sprachqualität ist deutlich besser. Und drittens wird es möglich sein, über die Geräte Texte und Bilder zu übertragen.“

Vor allem Letzteres kann später im Einsatz wichtig werden. Zunächst will man aber sicherstellen, dass der digitale Funk überall funktioniert. Dafür wird bis Ende des Jahres getestet. Mit Beginn des Jahre 2014 kann der digitale Funk dann „scharf gestellt“ werden, wie Vagedes es ausdrückt.

Einen konkretes Umschaltdatum von Analog- zu Digitalfunk gibt es übrigens nicht. Stattdessen wird beides zunächst noch parallel betrieben. Das liegt vor allem daran, dass der digitale Funk noch lange nicht flächendeckend in ganz Deutschland eingeführt ist.

Die Geräte vor Wilhelm Vagedes haben inzwischen aufgehört, Töne von sich zu geben. Der Grund ist einfach: Die Gruppen sind zum Mittagessen ins Malteserheim zurückgekehrt. Nach dem Essen steht noch ein weiterer Belastungstest für den neuen Funk an, wenn sich möglichst viele Kameraden gleichzeitig in das digitale Netz einwählen. Bis jetzt ist man aber schon recht zufrieden. „Ernsthafte Probleme haben wir nicht“, sagt Heinz Loddenkötter.

 

               

Hilfe, die ankommt

Den nächsten Hilfsgütertransport nach Schlesien hatten die Telgter Malteser eigentlich erst wieder für die Karwoche 2014 geplant. Am 12.11.2013 erhielten die Malteser jedoch vom Deutschen  Freundeskreis Glatz einen Hilferuf. Horst Ulbrich, Vorsitzender vom Freundeskreis,  schrieb an die Malteser: In der nächsten Woche wird einer unserer Betreuten nach Schlaganfall aus dem Krankenhaus entlassen . Er ist weiterhin behindert und ist zu Hause lange Zeit allein. Es wird dringend ein elektrisches Pflegebett benötigt. Dazu wird auch ein Toilettenstuhl benötigt.

Der Arbeitskreis Hilfsgüter der Telgter Malteser tagte noch am Mittwoch und beriet, ob und wie man dem Freundeskreis Glatz helfen könnte. Vor einer Woche hatten Rita Hüser und Heinz Loddenkötter in Westbevern ein Krankenbett mit Elektromotor geschenkt bekommen. Telgter Bürger hatten in den letzten Wochen Pampers, Pflegemittel für Kranke sowie Toilettenstühle für den nächsten Transport gespendet. Damit standen die Hilfsgüter im Lager der Malteser, die dringend für den Schlaganfallpatienten in Glatz benötigt werden. Der Arbeitskreis Hilfsgüter konnte zwei Fahrer ausfindig machen die bereit sind, die dringend  benötigten Hilfsgüter sofort nach Glatz zu bringen. Am Donnerstagabend wurden nun die Hilfsgüter in einen Transport verladen. Die Fahrer starten mit den Hilfsgütern nach Glatz  am Freitagmorgen. Zur Vorsicht haben sie Schneeketten mitgenommen, denn Schneefall wurde im Glatzer Gebirge vorausgesagt.

                

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