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Malteser Telgte

April

Erste-Hilfe-Kurse werden einfacher

Die Hilfsorganisationen haben sich verständigt und ein neues Konzept erarbeitet. Es gibt mehr Praxis. Ein Tag reicht. Das Lernen oder Auffrischen von Erster Hilfe wird einfacher – darauf haben sich die fünf großen Hilfsorganisationen, die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe organisiert sind, bereits vor Monaten verständigt. Mit mehr Praxis und weniger Theorie vermitteln zum Beispiel die Malteser in ihren Kursen ab sofort die wichtigsten Handgriffe am Unfallort. Die Veränderungen betreffen alle  Hilfsorganisationen „Statt wie bisher zwei dauert der Kursus nur noch einen Tag. Es gibt keinen Frontalunterricht mehr, sondern das praktische Üben steht im Vordergrund“, beschreibt Rita Hüser, Ausbildungsleiterin bei den Maltesern, die wesentlichen Veränderungen. „Nach den ersten zwei Stunden können auch Teilnehmer ganz ohne Vorerfahrung bereits einen Patienten wiederbeleben.“Von den Neuerungen profitieren ihrer Meinung nach vor allem Fahrschüler, Übungs- und Gruppenleiter aber auch die Ersthelfer in Betrieben. Möglich geworden ist die Verkürzung durch ein anderes pädagogisches Konzept. „Die Kursteilnehmer sollen mit Freude helfen, und wir zeigen ihnen die Handgriffe, damit sie sicher werden“, so Rita Hüser. Grundlegende Kenntnisse über den menschlichen Körper werden nur noch dort vermittelt, wo sie die praktischen Hilfen untermauern. Rita Hüser betont: „Aus den Erfahrungen des Rettungsdiensteswissen wir, wie wichtig die Erste Hilfe ist, um Leben zu retten oder schwerwiegende Folgen zu vermeiden.“ Die Sparkasse unterstützt die Ausbildung der Malteser. Sie spendete neue Puppen, mit denen der praktische Teil weiter optimiert werden kann.

         

 

 

Die Erste-Hilfe-Ausbildung ist ab sofort praxisnäher: Um das neue Konzept auf den Weg zu bringen, haben die Malteser weitere Übungspuppen angeschafft. Die Aktion wurde von der Sparkasse Münsterland-Ost unterstützt. Im Bild: Rita Hüser, Heinz Loddenkötter und Olaf Hartmann. Foto: Große Hüttmann

Oft Müll im Kleidercontainer

Heinz Lodden­kötter und Rita Hüser vom Malteser Hilfsdienst sind sauer. Denn seit Wochen werden die Altkleidercontainer des MHD dazu missbraucht, Müll zu entsorgen.

Heinz Lodden­kötter und Rita Hüser vom Malteser Hilfsdienst sind sauer. Denn seit Wochen werden die Altkleidercontainer des MHD dazu missbraucht, Müll zu entsorgen. Mal sind es Säcke mit moderigen Gartenauflagen, mal Abfälle, die in die Restmülltonne gehören, ein anderes Mal Rasenschnitt oder anderer Biomüll, den die beiden Ehrenamtlichen aus den Boxen fischen. Der Dreistigkeit einiger Bürger seien scheinbar keine Grenzen gesetzt, so Loddenkötter.Für die Malteser bedeutet diese Müllentsorgung nicht nur eine Menge zusätzlicher Arbeit, denn die verwertbare Kleidung muss fein säuberlich vom Rest getrennt werden, sondern auch erhebliche Entsorgungskosten. „Mehr als einen Transporter voll Unrat bringen wir Woche für Woche zum Recyclinghof. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer“, sagt der Stadtbeauftragte.Die Container werden mehrfach wöchentlich von ehrenamtlichen Helfern geleert, die Säcke mit der Kleidung in ein Sammellager gebracht. Von dort wiederum geht das Ganze zum Sortieren und anschließend im Normalfall per Hilfsgütertransport nach Schlesien.„Es ist nicht nur ekelig für unsere Ehrenamtlichen, die den Müll vorfinden und entsorgen müssen, sondern oft wird auch ein Teil der Kleidungsstücke, die eigentlich verwertbar wären, unbrauchbar“, sagt Stadtbeauftragte Heinz Loddenkötter. Die Malteser bitten daher dringend darum, nur gut verpackte Schuhe und Bekleidung in die Container in Telgte und Westbevern zu werfen. Feder- oder Daunenbetten, Teppiche, Gartenstuhlauflagen und Müll hätten dort nichts zu suchen.  

            

 

 

Heinz Lodden­kötter und Rita Hüser vom Malteser Hilfsdienst sind sauer. Denn seit Wochen werden die Altkleidercontainer des MHD dazu missbraucht, Müll zu entsorgen.

Telgter Malteser helfen in Schlesien

 

Wieder einmal haben die Malteser aus Telgte einen Hilfstransport nach Schlesien durchgeführt. Mit dem gepackten LKW, der 4 Tonnen Hilfsgüter geladen hatte, fuhren am Samstag,den 28.03.2015, Martin Berning und Willi Luttermann voraus und wurden von Heinz und Annette Loddenkötter, Rita Hüser, Ulla Voss, Anni Mecking sowie dem Kreisbeauftragten der Malteser Felix Graf von Plettenberg und Ehefrau Gertrud Gräfin von Plettenberg mit weiteren Fahrzeugen begleitet. 2500 km pro Fahrzeug legten die Malteser zurück um die Hilfsgüter zu verteilen. Am Sonntagmorgen begannen die Malteser gleich mit dem Abladen der gesammelten Hilfsgüter. Erstes Ziel war der Deutsche Freundeskreis in Glatz. Horst Ulbrich Vorsitzender des Freundeskreises wartete schon sehnsüchtig auf das mitgebrachte Material. Ulbrich versorgt in Glatz pflegebedürftige Menschen die es sich aufgrund ihrer zu geringen Rente nicht leisten können Pflegematerialien zu mieten oder zu kaufen. An Bord hatten die Malteser für Horst Ulbrich ein elektrisches Pflegebett, Material für die Altenpflege und Pampers. Besonders freuen durfte sich Frau Friedel Weinhold aus Bad Kudova. Frau Weinhold ist schwerstbehindert und liegt nur im Bett. Geistig ist sie o.k, nach 2 Kopf- operationen  ist sie aber eingeschränkt, bewegungsunfähig. Sie freute sich über ein elektrisches Krankenbett und einen Therapiestuhl. ,,Der Therapiestuhl bietet den Vorteil, die Patienten sitzend und auch liegend zu therapieren. Er ist elektrisch bedienbar und kann in der Höhe verstellt werden, so Heinz Loddenkötter Stadtbeauftragter der Malteser. ,,Ein elektrisches Bett kann sich Frau Friedel Weinhold selber nicht leisten. Ein Leihbett kostet   150 Zloty. Auch Pflegepersonal muss zum Teil bezahlt werden. Sie war Lehrerin und bekommt nur eine Rente von 1100 Zloty (260 Euro) für Miete, Strom, Lebensmittel und Medikamente“, so Horst Ulbrich Vorsitzender des Deutschen Freundeskreises. Weiter ging die Fahrt zum Kinderheim Ludwigsdorf, zur Lehrerin Inga Wiazek in Niedersteine, dem Krankenhaus in Glatz und nach Bad Landek. Alle freuten sich auf das Kommen der Malteser. Hierfür hatten die Malteser Bekleidung, Kinderspielzeug, Saatgut und Pflanzkartoffeln mitgebracht. In Niedersteine erzählte Inga Wiazek über die hohe Arbeitslosigkeit im Ort. Erst vor Kurzem hat dort die Kohlegrube in Schlegel (Neurode) und die Spinnerei in Niedersteine geschlossen. Alle Angestellten in diesen Betrieben wurde gekündigt und sind nun arbeitslos. In Ludwigsdorf erzählte Schwester Agneschka über die Situation in dem behinderten Waisenhaus. Dort leben zu Zeit 100 Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene im Alter von 4 - 50 Jahren. Das Waisenhaus wird zum Teil vom Staat und zum Teil durch die Kommune finanziert. Teuer ist zu Zeit die Kohle die im Winter benötigt wird um das gesamte Haus zu heizen. Eine Tonne Kohle kostet 700 Zloty ( 175 Euro). Besonders freute sich Schwester Agneschka über eine mitgebrachte 22 Gläser Gelee. Frau Sander aus Westbevern hatte das Gelee zuvor frisch gekocht. Die Behinderten können zum Teil nicht richtig schlucken und würden sich somit am Aufschnitt und Käse verschlucke.Sehr gefreut hat sich auch die kleine Wiktoria über das kommen der Malteser. Über Wiktoria haben die Malteser schon mehrfach in den Westfälischen Nachrichten berichtet. Wiktoria ist ein 9 jähriges Mädchen, das ohne Beine und ohne rechten Arm zur Welt gekommen ist. Wie bereits berichtet muss für Wiktoria eine Rollstuhlrampe gebaut werden damit sie mit ihrem Elektrorollstuhl ins Haus gelangen kann. Der Bau  der Rampe soll jetzt begonnen werden. Horst Ulbrich vom Deutschen Freundeskreis, der dieses Mädchen betreut sorgt dafür, das der Boden für die Rampe nun ausgekoffert und mit Schotter aufgefüllt und danach gepflastert wird. Dank der Spenden die die Malteser aus Telgte für Wiktoria erhalten haben konnten  die Malteser dem Vorsitzenden des Deutschen Freundeskreises eine Geldspende zum Bau der Rampe übergeben. Wiktoria soll demnächst mit dem Rollstuhl durch eine Garage in das Haus gelangen. Hierzu Mitarbeiter des Freundeskreises bereits ein elektrisches Garagentor eingebaut. Da die Garage sehr groß, ist denkt man darüber nach für Wiktoria zwei Zimmer im hinteren teil der Garage behindertengerecht umzubauen.  Am Abend trafen die Malteser dann in gemütlicher Runde bei Horst Ulbrich die Glatzer Bergwacht. Die Malteser konnten Herrn  Zbigniew von der Bergwacht 10 Krankentragen  sowie Einmaldecken und Kopfkissen übergeben. Die Tragen stammen aus dem Lager der Malteser. Sie werden nicht mehr benötigt da die modernen Rettungsfahrzeuge über Fahrtragen verfügen. Die Bergwacht hat in Polen 7 Regionalgruppen. Zwei Stationen ( 1 Regionalgruppe) gibt es in Glatz. Die Bergwacht Glatz verfügt über ein Geländefahrzeug, ein Quat und ein Schneemobil. In einem Jahr fuhr die Bergwacht etwa 500 Einsätze. Es handelt sich hierbei um Skiunfälle oder Wanderer, die sich verlaufen haben.Am Montag, den 30.03.2015 ging die Fahrt der Telgter Malteser nach Guttentag und Oppeln. In Guttentag freute sich besonders Maria Skiba auf das Kommen der Malteser. Maria Skiba verteilt die Hilfsgüter an Hilfsbedürftige und Kranke Personen.  Hier konnte Bekleidung, Saatgut und Pflanzkartoffeln zur ,,Hilfe zur Selbsthilfe" abgegeben werden. In einem Krankenhaus in Lubliniec ( dtsch.Lublinitz) übergaben die Malteser der  Direktorin Dr. Barbera Szubert einen zweiten Terapiestuhl den die Malteser gespendet bekommen haben. Der Therapiestuhl im Krankenhaus bietet dem Personal die Möglichkeit,frisch Operierte Menschen langsam aus der Narkose aufwachen zu lassen. Von dort aus fuhren die Malteser in das Haus Mutter und Kind und übergaben dort Kinderwagen, Kinderspielzeug, Kinderkleidung und Kinderbetten. An der Caritas Oppeln konnte weitere Bekleidung und Saatgut abgegeben werden. Am letzten Tag des Hilfstransportes besuchten die Malteser noch einige bekannte Familien bevor sie sich zurück auf den Weg nach Telgte machten. Alle Fahrzeuge und Helfer und Helferinnen sind müde aber gesund zurückgekommen. Die Malteser planen für 2015 weitere Hilfsgütertransporte nach Schlesien. Wer die Arbeit  bzw. die Transportkosten der Malteser mit einer Spende  unterstützen möchten, kann diese

auf das Konto der Vereinigten Volksbank 3509555600                                        ( IBAN DE 73 4016 0050 3509 5556 00) Verwendungszweck: Schlesienhilfe überweisen.

 

    

Therapiestuhl für das Krankenhaus                 Übergabe Tragen an die Bergwacht Glatz

     

Besuch bei der kleinen Wiktoria                Übergabe Therapiestuhl an Horst Ulbrich

   

Erstes Treffen der Malteser aus Telgte mit der Bergwacht Wölfelsgrund in Schlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:45 Der Tradition entsprechend waren die Malteser in diesem Jahr in der Osterzeit mit einem Hilfstransport beim DFK in Glatz, um unser Lager für Kranke und Bedürftige zu füllen. Da der Lkw wieder bis unter das Dach beladen war, musste der Geschäftsführer der Malteser, Heinz Lodenkötter, gut planen.

So wurden aus dem hinteren Teil zunächst Toilettenstühle, Gehhilfen, Pampers in allen Größen und vieles mehr abgeladen. In der Mitte kamen dann die Behandlungsstühle zum Vorschein, von denen einer für unsere schwerbehinderte Friedel Weinhold bestimmt war. Also machten wir uns auf den Weg nach Bad Kudowa, wo ich schon Männer zum Transport in den ersten Stock des Hauses organisiert hatte, was dann auch problemlos vonstatten ging. Der sehr wertvolle Behandlungsstuhl lässt sich mit 5 Motoren in jede Lage, vom Sitzen und Liegen und in jeder Höhe elektrisch verstellen. Nun kann die Pflegerin Friedel auf Betthöhe herüberziehen und ihr dann eine andere Lage nach Wunsch einstellen. Nur so hat Friedel die Möglichkeit vom Liegen im Bett einmal eine andere Lage für ihr Wohlbefinden einzunehmen. Wir haben zunächst alles erklärt, aber in der Woche vor Ostern, wenn ich wieder zu den Krankenbesuchen unterwegs bin, werde ich mit der Pflegerin die Technik üben. Frau Kühnel in Mittelsteine bekommt nun auch endlich ihren bestellten Badewannenlifter, damit sie, trotz ihrer Behinderung, wieder einmal baden kann.

Ein Pflegebett, welches auch für unsere Friedel bestimmt war, konnte leider in Bad Kudowa nicht abgeladen werden, weil davor viele andere Hilfsmittel gestapelt waren, die wieder in unser Lager sollten. Das Bett transportieren wir später mit Ulbrichs Pferdeanhänger und der Hilfe unserer DFK-Mitglieder zu Friedel Weinhold.
Nach vorheriger Absprache waren auch Tragen, Einmaldecken und anderes für die Wölfelsdorfer Bergwacht dabei, die bei Ulbrich umgeladen wurden.
Bei den Mitreisenden der Malteser war dieses Mal auch der Referent im Dezernat für Recht und Soziales der Stadt Münster mitgekommen, um mit uns die weitere Planung der Umbauten bei der kleinen Wiktoria voranzubringen. Wie schon einigen Sponsoren bekannt, ist das nun neun Jahre alte Mädchen ohne Beine und nur mit dem linken Arm geboren worden.
Dank helfender Menschen hat sie nun einen Computer, um mit anderen Schülern Kontakt zu haben, auch einen elektrischen Rollstuhl, mit dem sie hoffentlich bald selbstständig zur naheliegenden Schule fahren kann. Leider fehlt noch ein befestigter Weg, den wir im Frühjahr für sie anlegen möchten. Das wird ihrer Mobilität einen großen Fortschritt bringen.

Am Abend, als alles fertig war, hatte Frau Ulbrich für alle Helfer einen Imbiss vorbereitet und nach getaner Arbeit wurde bei Bier und Schinken noch lange diskutiert. So ging ein arbeitsreicher Tag für die 13 ehrenamtlichen Helfer von Maltesern und Bergwacht zu Ende.

Bericht
Horst Ulbrich

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE86370601201201214358  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7