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Malteser Telgte

Oktober

Tränen und Freude in Schlesien

Am Donnerstagmorgen 01.10. machten sich Helmut Elbertzhagen, Edgar Christians, Rita Hüser und Heinz Loddenkötter von den Maltesern aus Telgte mit 4 Tonnen Hilfsgüter auf den Weg nach Schlesien. Die 1000 km Fahrt verlief reibungslos so das beide Fahrzeuge am Abend Glatz erreicht haben.Mit an Bord hatten die Malteser Rollstühle, Rollatoren, elektrische Krankenbetten, Material für die Altenpflege sowie ein Elektromobil und Bekleidung. Für eine Schule für Behinderte teils schwerstbehinderte Kinder hatten die Malteser aus Telgte nach einem Spendenaufruf in den Westfaelischen Nachrichten Papier, Stifte, Farbkästen, zwei Trampoline und Sitzsäcke damit die Kinder bei schlechtem Wetter nicht auf den Boden des Flures sitzen müssen.

Am Freitag begannen die Malteser mit dem Abladen des Lastwagens. Erste Anlaufstelle war beim Vorsitzenden des Deutschen Freundeskreises Horst Ulbrich. Horst Ulbrich, der Alte- und Pflegebedürftige Menschen in Glatz und Umgebung mit Hilfsmittel des täglichen Bedarfs versorgt, freute sich auf das kommen der Malteser.Bei ihm konnten die Malteser das Material für die Altenpflege, Rollstühle, Rollatoren und die Pflegebetten abladen. Der Bedarf an Hilfsmittel und Pflegematerial ist sehr groß. Viele Vereine z.B das DRK und die Diakonie melden sich beim Vorsitzenden des Deutschen Freundeskreises und bitten um Hilfe. Besonders hoch ist die nachfrage nach Pampers ob für Kinder oder Erwachsene. Horst Ulbrich erzählte das der der Trend wäre das die Renter die 1945 aus Glatz ausgewandert sind jetzt wieder zurück nach Schlesien kommen um dort den Altesruhestand zu genießen.

Weiter ging die Fahrt zum Kinderkrankenhaus nach Neurode. Dr. Darios Zablodki konnte es gar nicht glauben das die Malteser aus Telgte mit soviel Material zu ihm kamen. Der Wunsch nach einem Elektroherd konnten die Malteser dem Krankenhaus erfüllen. Dieser wurde dringend benötigt damit den Kindern in der Nacht schnell noch Tee und auch Nahrung zubereitet werden kann. Der bisherige Wasserkocher war nur eine zwischenzeitliche Notlösung.

Vor gar nicht allzu langer Zeit berichteten die Malteser in den Westfaelischen Nachrichten das sich eine Behindertenschule aus Glatz mit einem dringenden Hilferuf an Sie gewandt haben. Dort wurde Material wie Papier, Stifte, Sitzsäcke und Trampoline benötigt. Der dortigen Direktorin Marlena Runiewicz- Wac standen die Tränen in den Augen als sie die Malteser mit ihrem Lastzug vorfahren sah. Alle benötigten Materialen konnten dort abgeladen werden. In der Schule werden 75 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 - 24 Jahre unterrichtet. Einige von den Schülern werden auf einen Beruf vorbereitet. Am Nachmittag werden Säuglinge dort therapiert.

Die Eltern melden ihre Kinder bereits direkt nach der Geburt dort in der Schule an, denn die Schüler kommen aus dem gesamten Umkreis von Glatz bis Tschechien.

 

 

Weiter ging die Fahrt nach Bad Reinerz zu Wiktoria. Über Wiktoria wurde schon mehrfach berichtet. Dank der Spenden konnte jetzt bei Wiktoria die Hofeinfahrt gepflastert werden damit sie mit dem Elektrorollstuhl besser fahren kann. Noch vor dem Winter soll das Garagentor ausgewechselt werden gegen ein Tor mit Elektrischen Antrieb damit Wiktoria die Gelegenheit hat selbständig mit dem Rollstuhl ins Haus zu gelangen, Im nächsten Jahr soll dann damit begonnen werden das Haus Behindertengerecht umzubauen.

Ein Kostenvoranschlag liegt bereits dafür vor.Wiktoria zeigte den Maltesern zum erstenmal ein Lächeln und bedankte sich mit einem selbstgemachten Honig bei den Maltesern Helfern.

Am zweiten Tag des Hilfsgüter Transportes fuhren die Malteser nach Niedersteine. Die dortige Lehrerin Inga Wiacek freute sich sehr über das kommen der Malteser aus Telgte. Kurz bevor der Transporte startete, schrieb sie den Maltesern einen Brief mit der dringende bitte um Bekleidung für die Bedürftigen.

Weiter ging die Fahrt zum Altenheim Glatz Scheibe wo die Malteser Material für die Altenpflege abladen konnten

In Bad Landek konnten die Malteser ein Elektromobil abladen worüber man sich besonders freute denn das alte ist in die Jahre gekommen und war damit nicht mehr fahrbereit. Als danke schön für viele Jahre Hilfsgüter lud Familie Edward und Karina Fuglinka die Malteser Helfer zum Gänsebratenessen ein.

In Ullersdorf im Haus der Franziskanerinnen Schwestern indem auch die Provinzoberin zu Hause ist, wurde eine Schwester eine besondere Ehrung zu Teil. Schwester Wolfganga vom Haus Santa Monika die bereits seit 16 Jahren die Malteser versorgt, wurde durch Heinz Loddenkötter Stadtbeauftragter der Malteser und Rita Hüser Geschäftsführerin der Malteser als besonderen Dank und Anerkennung die Dankesplakette in Gold der Malteser verliehen.

Am dritten und letzten Tag des Hilfsgütertransportes fuhren die Malteser noch zur Caritas nach Oppeln am Domplatz. Dort konnten 30 Kartons Bekleidung und Pampers für die Altenpflege abgegeben werden.

In ganz Ober- und Niederschlesien herscht eine große Katastrophe. Seit mehr als 6 Monaten hat es dort keinen Tropfen mehr geregnet. Felder und Wiesen sind trocken. die Ernte ist verdorben. die Kartoffeln sind so klein wie Knicker. Zuckerpreise steigen weil die Zuckerrüben zu klein sind. Da alle Wasserbrunnen leer sind muss täglich die Feuerwehr Wasser zu der Bevölkerung bringen. Bauern müssen ihr Vieh verkaufen weil sie dieses nicht mehr mit Wasser versorgen können.

 

                     

                     

 

 

 

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