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Malteser Telgte

März

Grenzenlose Erfolgsgeschichte

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MHD Telgte: 35 Jahre Hilfsgütertransporte nach Schlesien/ 170. Fahrt startet am 8. April

 

 

Vor über 35 Jahren startete der der erste Lastwagen des Malteser Hilfsdienstes mit Hilfsgütern von Telgte nach Schlesien in Polen. Es war der beginn einer beispielhaften, seit damals währenden Spendenaktion mit Unterstützung ais der telgter Bevölkerung und Wirtschaft.Engagement, Leidenschaft und der absolute soziale Willen treibt den damals 35-jährigen Malteser Heinz Loddenkötter mit einem fünfköpfigen Team an, zu helfen und den  Hilfsbedürftigen in Schlesien dringend benötigte Hilfsmittel zukommen zu lassen. Es war der 22. Januar 1982, als Peter Nolte und Wolfgang Klever den ersten Hilfsgütertransport des Malteser Hilfsdienstes nach Ober- und Niederschlesien fuhren. ,,Die Tour diente uns auch alsTestfahrt“, sagt Heinz Loddenkötter und berichtet von den großen Herausforderungen:“ Damals mussten wir noch die DDR- Grenze in Helmstedt sowie die polnische Grenze in Forst passieren.“

,,Eine Fahrt dauerte in den ersten Jahren 28 Stunden. Bedingt durch die schleppende Abfertigung.“

Erstes Ziel war das Krankenhaus in Heydebreck. Im Gepäck befanden sich lebensmittel für die Kranken. Kurz nach der Rückkehr starteten die Malteser bereits die nächste Sammlung für den zweiten Transport nach Schlesien, der dann Ostern 1982, also nur drei Monate später gen Osten rollte. Dieses Mal fuhren die telgter im Konvoi mit insgesamt sieben Lastzügen und 14 Fahrern. Bis heute ist es der größte Transport der Malteser geblieben. Lebensmittel und viele Sachspenden- unter anderem 500 Paar nagelneue Schuhe aus drensteinfurt fanden so über die Grenzspur Null nach stundenlangem warten an der DDR Grenze ihre Ziele.Es war eine Gedultsprobe: ,, Häufig mussten wir unsere Fracht komplett abladen und den Zöllnern einzel präsentieren;“ erinnert sich Loddenkötter. Seit der Grenzöffnung zur DDR und dem beitritt von Polen zur EU im Jahre 2004 entfallen die Grenzkontrollen. Seitdem erreichen die Malteser ihr Ziel mit dem LKW in 15, mit dem PKW in neun Stunden. 700.000 Kilometer haben die Malteser in der Zeit zurückgelegt und dabei 47 Einrichtungen versorgt. Loddenkötter hat in all den Jahren mitgerechnet: ,, Die Hilfsgüter hatten einen Wert von etwa 2,7 Millionen Euro!“ Fahrten nach Ober- und Niederschlesien waren dabei aber keineswegs nur anstrengend, sie bdeutenten auch immer wieder neue erlebnisse, Begegnungen und Freundschaften. Sehr erfreut stellt Loddenkötter fest, dass die Malteser immer unter dem Schutz der muttergottes gefahren seien: ,,Wir hatten keinen Unfall, keine Krankheiten während dieser Zeit, lediglich einmal zwei  geplatzte Reifen. Dieser Vorfall blieb jedoch ohne Folgen,“ zieht der Malteser Bilianz. Die jetzt bevorstehende 170. Fahrt nach Schlesien wird begleitet vom Ortsbeauftragten Heinz Loddenkötter und Geschäftsführerin Rita Hüser. Als LKW- Fahrer Martin Berning und Stefan Baumkötter. Außerdem fahren der Kreisbeauftragte Felix Graf von Plettenberg und seine Ehefrau mit nach Polen. So schnell werden die Hilfsgüterleistungen wohl auch nicht abreißen: ,, Die Hilfe der Malteser ist heute und in den nächsten Jahren in Schlesien weiter erwünscht, weil immer mehr Bürger dort durch das soziale Netz fallen. Sie benötigen Hilfe zum Lebensunterhalt und besonders für die Kranken- und Altenpflege.“ Daher sind bereits die nächsten Transporte im Juli und Oktober geplant. Am 08. April wird unter anderem eine Schule für behinderte Kinder in Glatz mit Tischen, Stühlen und Schulmaterialien ausgestattet. Im gepäck befinden sich auch 25.000 Tütchen Saatgut. ,, Hilfe zur Selbsthilfe“, nennt Loddenkötter dieses Mitbringsel. Für die Zukunft hat Loddenkötter einen Wunsch: Dass der MHD weiter so wie bislang von der telgter Bevölkerung mit Kleidung und Hilfsgütern versorgt wird. Doch auch die Malteser selber brauchen Hilfe: ,, Wir benötigen einen neuen Lastzug von 7,49 Tonnen. Der aktuelle LKW ist ein 12 Tonner, den wir vor 30 Jahren von der Bundeswehr geschenkt bekommen haben“erzählt Loddenkötter. ,, Hohe Dieselkosten sowie die Instandhaltung des LKW, der inzwischen in die Jahre gekommen ist, reißen immer wieder ein großes Loch in unsere Kasse.“ Zudem hätten die vergangenen  dreijahrzehnte an dem Fahrzeug Spuren hinterlassen.

Für weitere Transport ist der MHD auch weiter auf Geldspenden auf das Konto

DE73 4016 0050 3509 555 600 bei der Vereinigten Volksbank angewiesen

 

 

 

 

 

Hausnotruf - damit Unfälle nicht tödlich enden

Bistum Münster/Bezirk Münsterland. Wo kommen mehr Menschen ums Leben, im Haushalt oder im Straßenverkehr? Die eigene Wohnung ist der gefährlichere Ort! Insbesondere für Senioren. Wer sich aber z.B. mit dem Malteser Hausnotruf absichert, kann auf schnelle und in vielen Fällen lebensrettende Hilfe hoffen. 

 10.000 Menschen sterben in Deutschland pro Jahr bei Unfällen im Haushalt. Das belegt die jüngste Erhebung der Minijob-Zentrale auf der Grundlage der Daten der statistischen Landesämter. Das Risiko eines tödlichen Unfalls ist demnach im Haushalt fast dreimal so hoch wie im Straßenverkehr. 2015 starben 3459 Menschen im Straßenverkehr, bei Unfällen im Haushalt hingegen 9815 Menschen – fast 800 mehr als im Vorjahr.

Das  Robert-Koch-Institut schätzt, dass die Deutschen rund 3,15 Millionen Mal pro Jahr stürzen. Bei 8 von 10 tödlichen Unfällen im Haushalt sind Stürze die Ursache, sonst oft Brände oder Vergiftungen. Die Zahl tödlicher Hausunfälle wächst seit 2007 Jahr für Jahr. „Kein Wunder, die Deutschen werden immer älter“, sagt Dr. Frank Marx, Diözesanarzt der Malteser im Bistum Münster. „Vor allem Senioren sind zu Hause gefährdet. Sie leben häufig allein und mit dem Alter nimmt die Gebrechlichkeit zu. Daher werden sie bei Unfällen im Haushalt vielfach erst spät gefunden, wenn sie sich nicht mehr selbst helfen konnten. Ihr Klopfen und Rufen wurde überhört.“ Zu den Unfällen kommen noch die viel häufigeren lebensgefährlichen Erkrankungen. Auch hier ist schnelle Hilfe notwendig. Bei Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenembolie zählt jede Minute.

 Dr. Marx: „Grundsätzlich gilt: Je länger es dauert, bis Hilfe eintrifft, desto gravierender sind die Folgen für die Senioren: Lange Bettlägerigkeit im Krankenhaus, eine monatelange Rehabilitation. Viele ältere Menschen kommen leider nicht mehr in die Selbstständigkeit zurück.“ Gehhilfen oder ein Rollator werden nötig. In einigen Fällen muss die Wohnung aufgegeben werden. Die wichtige Unabhängigkeit wird geringer.

 Wer an den Hausnotruf angeschlossen ist, ist im Vorteil. Mit dem roten Alarmknopf am Handgelenk oder an der Halskette kann jedermann auch dann Hilfe herbeirufen, wenn das Telefon nicht in Reichweite ist. Wenn es brennt, alarmiert der angeschlossene Rauchmelder automatisch die Hausnotruf Zentrale. Diese schickt dann sofort die Feuerwehr.

 

 

Die Malteser Hausnotrufzentrale ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr besetzt. Mit der hochsensiblen Freisprechanlage im Hausnotrufgerät können die Helfer sofort mit den Senioren sprechen, auch dann, wenn sie entfernt vom Gerät in einem Raum liegen. Falls sich in der Wohnung niemand meldet, alarmiert die Zentrale Helfer oder den Rettungsdienst.

Der Basisdienst kostet 25 Euro im Monat. Bei Senioren mit Pflegestufe übernimmt die Pflegekasse häufig die Kosten. Wer die Variante „Komplettsicherheit“ (44 Euro/Monat) bucht, dem steht zusätzlich rund um die Uhr ein qualifizierter Hintergrunddienst zur Verfügung. Dieser leistet persönliche Hilfe vor Ort, bewahrt für die schnelle Öffnung der Tür im Notfall einen Wohnungsschlüssel sicher auf. Die Dienstleistungen sind monatlich kündbar.

Schon über 100.000 Senioren nutzen den Malteser Hausnotruf für ihre Sicherheit und Unabhängigkeit. 36.020 Mal haben die Malteser Helfer 2016 den Rettungsdienst gerufen. Das geschah zwischen 10 und 60 Sekunden nach Drücken des Alarmknopfes

 

 

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE86370601201201214358  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7